Kinder sind Traglinge

Die ständige Nähe und Körperkontakt entspricht dem Grundbedürfnis eines Kindes. Kinder sind aus biologischer Sicht Traglinge. Das Tragen gibt den Kindern Sicherheit und Geborgenheit.

Durch intensiven Körperkontakt steigern wir ihr Körpergefühl und somit ihr Selbstbewusstsein.

 

Wichtige Fakten beim Tragen im Tuch / Tragehilfe:

  • Feste Bindung (damit das Kind nicht in sich zusammenfällt)
  • Die Beine des Kindes müssen in Hockstellung sein (unterstützt die Hüftreife)
  • Die Knie des Kindes müssen oberhalb der Hüfte sein
  • Für die ersten Lebenswochen nur Bindungen welche am Kind festgezogen werden können verwenden
  • Als Nackenstütze bietet sich bei Neugeborenen ein zusammengerolltes kleines Tuch an
  • Besonders bei Neugeborenen eigenen sich elastische Tragetücher
  • Der Stoff muss von Kniekehle zur Kniekehle reichen
  • Breite Träger (damit sich das Gewicht schön verteilt)
  • Der Stoff am Rücken unterstützt die runde Haltung der Wirbelsäule

Ganz wichtig ist, dass das Kind nie mit dem Gesicht nach vorne (am Bauch) getragen wird. Dies überflutet das Kind mit zu vielen Reizen. Zudem schadet es durch die falsche Position den Hüftgelenken und die Wirbelsäule wird überstreckt. Das Kind findet keine Erholung und muss sich stets um seine Haltung bemühen.

 

Sträubt sich das Kind im Tragetuch? Dann sollten folgende Punkte beachtet werden:

  • Ist die Windel für diese Haltung zu eng?
  • Sind sie noch unsicher im Umgang mit dem Tuch (diese Signale nehmen die Kinder wahr)?
  • Ist die Bindung zu locker?
  • Drückt die Kleidung an gewissen Stellen?
  • Ist es zu warm / kalt?

Es passt nicht jede Bindetechnik zu jedem Kind. Testen sie verschiedene Techniken aus und haben Sie Geduld.

In den ersten sechs Monaten bietet sich ein Tragetuch an, weil es sich am Körper des Säuglings anpasst. Die meisten Tragehilfen sind zu steif für die Wirbelsäule der Babys.

 

Säuglinge können durch vieles Tragen nicht verwöhnt werden, im Gegenteil, sie werden innerlich stark und selbstbewusst.