Selbstregulation

Die Kinder beginnen mit dem Regulationsprozess bereits im Mutterleib. Sie reagieren auf den Tagesrhythmus, nehmen Geräusche und Bewegungen wahr, erforschen ihren Körper und nehmen Nahrung zu sich.

 

Solange das Kind jedoch damit beschäftigt ist seine Körperspannung zu regulieren, kann es sich nicht gleichzeitig etwas anderem widmen (z.B. saugen, schlucken, schlafen). Die Aufgabe der Bezugspersonen besteht nun darin, dem Kind sensibel zu begegnen und Signale zu erkennen.

 

Durch folgende Aspekte erreichen wir dies:

  • Genau beobachten und auf die Feinzeichen achten
  • Zeit und Raum für verschiedene Gefühle bieten
  • Alle Gefühle sind erlaubt
  • Vorbildfunktion (auch die Bezugspersonen zeigen ihre Gefühle und den Umgang mit der Selbstregulation)
  • Die Gefühle benennen (aktives Zuhören)
  • Die Gefühle nicht abwerten (z.B.: "das tut doch nicht weh")
  • Verschiedene Regualtionsstrategien (wiegen, schaukeln, saugen usw.) anbieten
  • Kinder auf den Arm nehmen
  • Leise sprechen
  • Sanft streicheln

Die Persönlichkeitseigenschaften, die Umwelt- und Erziehungseinflüsse sowie die Anforderung einer Situation, bestimmen die Kompetenz sich selbst zu kontrollieren.

Kinder brauchen die Unterstützung der Bezugspersonen, um mit Anspannungen und Gefühlen umzugehen. Mit der Zeit entwickeln sie die Fähigkeit alleine mit schwierigen Situationen umzugehen oder aktiv Hilfe einzufordern.

 

Besonders die Jüngsten sind auf unsere Hilfe angewiesen. Durch folgende Punkte unterstützen wir Babys in der Selbstregulation:

 

  • das Tragen im Tragetuch (Babys sind in ständiger Verbindung und im Wechselspiel von Bewegung / Wahrnehmung/ Anpassung / Regulation)
  • die Beine, die Hüfte und der Rücken eines Babys sind nicht auf das Abgelegtwerden ausgerichtet, deshalb brauchen sie Unterstützung mit passenden Hilfsmittel - ein kleines Stillkissen oder ein Tuch zusammengerollt unter die Beine ermöglicht dem Baby sein Gewicht abzugeben und zu entspannen (dies bietet sich auch beim spielen auf dem Boden an)
  • in der Bauchlage ermöglicht ebenfalls ein kleines Stillkissen oder ein Tuch unter dem Brustkorb dem Baby seine Muskelspannung zu regulieren 

 

Reizverminderung ermöglicht den Kindern sich auf ihren Körper zu konzentrieren und zu regulieren.

Unser Handeln bietet den Kindern vielfältige Lernerfahrungen. Vertrauen wir auf die Fähigkeiten der Kinder.