Das selbstbestimmte Spiel

Kinder haben von Natur aus ein hohes Lernbedürfnis. Sie erleben eine Lernfähigkeit, welche sie im Erwachsenenalter nie wieder in dieser Intensität erreichen.

 

Im selbstbestimmte Spiel lernt das Kind hochwirksam und nachhaltig. Es befriedigt seinen Bewegungsdrang, seine emotionalen Bedürfnisse, seinen Nachahmungstrieb sowie seine Neugier. Im Spiel entfaltet das Kind seine Potenziale und erlebt seine Grenzen.

 

 

Was zeichnet jedoch das selbstbestimmte Spiel aus?

  • Das Kind wählt sein Spielmaterial.
  • Das Kind entscheidet über den Verlauf des Spiels.
  • Das Kind wählt seine Spielpartner.
  • Das Kind wählt die Dauer des Spiels.
  • Das Kind wählt den Ort des Spiels.

 

Wie kann ich das selbstbestimmte Spiel bereichern?

  • Das Spielmaterial den Bedürfnissen des Kindes anpassen.
  • Die Raumgestaltung den Bedürfnissen des Kindes anpassen (siehe Blog Artikel "Minimalismus im Kinderzimmer").
  • Dem Kind Sicherheit und Zugehörigkeit bieten. 
  • Dem Kind Anerkennung, Verstärkung und Unterstützung bieten.
  • Eine beobachtende und "dienende" Haltung einnehmen.
  • Dem Kind Raum und Zeit geben.
  • Dem Kind aufmerksam zuhören und auf Fragen und Interessen eingehen.
  • Vielfältige und frei zugängliche Materialien zur Verfügung stellen.
  • Sich auf die Lernprozesse des Kindes einlassen.
  • Dem Kind durch Vertrauen Selbstwirksamkeit ermöglichen.
  • Dem Kind die Zeit geben sich in der Natur in das Spiel zu vertiefen.

 

Spielen ist ganzheitliches Lernen, es fordert und fördert die Persönlichkeit.  

Ein Kind das oft in seinem Spiel unterbrochen wird, verliert die Lust dazu. Zu viele Spielmaterialien und Spielangebote verwirren das Kind. Es wirkt lustlos und sein natürlicher Spieltrieb wird gebremst.

 

 

Die Begleitung im selbstbestimmten Spiel verlangt hohe Aufmerksamkeit und Präsenz der Bezugspersonen.

Betrachten wir die Welt aus der Perspektive des individuellen Kindes und begleiten es in seiner Entwicklung.